QUESAP®Modell


Gute Ausbildung – gute Fachkräfte!®

Ausbildung in der Pflege- und Gesundheitsbranche strukturiert, praxisnah und erfolgreich gestalten mit dem QUESAP®Modell

Basis des QUESAP®Modells ist folgendes Ausbildungsverständnis:
In der Regelausbildungszeit von drei Jahren erwerben die Auszubildenden mithilfe von Instrumenten der Planung und Gestaltung der Ausbildungsprozesse berufliche Handlungskompetenz. Im Ausbildungsprozess wird die Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz der Auszubildenden fortlaufend überprüft.
Die Pflegeeinrichtung sollte den Stand ihrer Ausbildungsqualität in regelmäßigen Abständen selbst überprüfen.

Sechs Qualitätsbausteine ermöglichen den ausbildenden Betrieben ihre begrenzten Ressourcen optimal für die Ausbildungsarbeit zu nutzen:

 

  1. Ausbildungskonzept
  2. Ausbildungsplanung
  3. Ausbildungsmethoden
  4. Beurteilung von Lernerfolgen
  5. Lernortkooperation und
  6. Qualitäts-Check
Konzept

Im QUESAP®Modell haben wir diese Elemente des Ausbildungsverständnisses dem Qualitätszyklus (PDCA-Zyklus oder auch Deming Kreis) zugeordnet. Dieser wird sowohl in der Pflege, in der beruflichen Bildung als auch in Qualitätsmanagementsystemen als Systematik für die Entwicklung von Qualität angewendet.

Eine Einbindung der Qualitätsbausteine in die Systematik des PDCA-Zyklus erleichtert es, Ansatzpunkte für die Qualitätsverbesserung der praktischen Ausbildung im eigenen Betrieb auszumachen. Die Lernortkooperation ist für alle weiteren Bausteine von zentraler Bedeutung, da eine abgestimmte Vorgehensweise zwischen Pflegeschulen und ausbildenden Einrichtungen auf organisatorischer, inhaltlicher und methodischer Ebene wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung ist. Für die Impelmentierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, der im Rahmen des Qualitätsmanagements gefordert wird, eignet sich der von uns entwickelte Qualiäts-Check.

Mit dem QUESAP®Modell steht Ihnen eine umfassende und dennoch leicht verständliche und pratikable Möglichkeit für Ihr Bildungsmanagement zur Verfügung. Wir möchten, dass Sie sagen können:

„Gute Ausbildung – gute Fachkräfte!® Das ist unser Beitrag zur Qualitätsverbesserung in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen.



1. Ausbildungskonzept

Rahmenbedingungen klären und Verbindlichkeiten schaffen

Das Ausbildungskonzept stellt einen verlässlichen Wegweiser für alle an der Ausbildung Beteiligten dar.

Ausbildungskonzept

Die Festlegung von zeitlichen Ressourcen sowie von Rechten und Pflichten schafft Transparenz für Leitungskräfte, Praxisanleitungen und Auszubildende und fördert die Akzeptanz für Ausbildung im gesamten Team. Die Analyse der bisherigen Ausbildungspraxis führt zu einer deutlichen Vorstellung, wie gute Ausbildung unter den spezifischen Bedingungen des eigenen Betriebes durchgeführt werden kann. Das Ausbildungskonzept ist das Fundament einer qualitätsgesicherten Ausbildung im Betrieb. Ausbildungsverständnis, Ziele, Strukturen, Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen der Ausbildung sind hier definiert.

Bei der Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes unterstützt Sie eine Arbeitshilfe, die Anregungen zu wichtigen Gliederungspunkten gibt. Leitfragen ermöglichen Ihnen bereits vorhandene Regelungen und Unterlagen zu integrieren und neue Inhalte zielgerichtet und zügig vorzubereiten. Die Arbeitshilfe wurde für das Modellprojekt QUESAP entwickelt und von Pflegeeinrichtungen erprobt.

Stimmen aus der Praxis

»Durch das Ausbildungskonzept ist die Ausbildung strukturierter geworden. Es gibt jetzt feste Ansprechpartner. Den Azubis steht ein Raum mit Fachbüchern und ein Computer zum Lernen zur Verfügung. Praxisanleitung und Auszubildende haben jetzt auch regelmäßige Besprechungen. Unser Fazit: Praxisanleitung und Auszubildende fühlen sich sicherer«
(Pflegedienstleitung eines ambulanten Dienstes in Brandenburg, Partner im Modellprojekt QUESAP)



2. Ausbildungsplanung

Lernprozesse organisieren und steuern

Die Ausbildung ist zielgerichteter, strukturierter und für alle Beteiligten besser nachvollziehbar, wenn eine systematische Ausbildungsplanung eingesetzt wird. Zwei Instrumente sind dabei hilfreich:

Ausbildungskonzept

Der betriebliche Ausbildungsplan verknüpft schulische und betriebliche Ausbildung. Er ist der inhaltliche und organisatorische Rahmen für die kontinuierliche praktische Ausbildung über die gesamte Ausbildungsdauer.

Der Ablauf der einzelnen praktischen Ausbildungsabschnitte und der Einsatz von Lehr- und Lernmethoden lässt sich wochenweise mit Hilfe der individuellen Ausbildungsplanung organisieren. Unter Berücksichtigung der individuellen Lernbedürfnisse der Auszubildenden, der betrieblichen Arbeitsanforderungen und der Dienstplangestaltung wird die systematische Steuerung von Lernprozessen möglich. Pflegefachkräfte des Teams werden aktiv in die Ausbildung einbezogen, dadurch werden Praxisanleitungen entlastet, ohne dass die Ausbildungsqualität leidet.

Mit systematischer Ausbildungsplanung gelingt eine sinnvolle Verbindung von Bildungs- und Versorgungsauftrag im betrieblichen Gesamtgefüge.

Stimmen aus der Praxis

»Alle wissen jetzt, was die Auszubildenden zu tun haben. Jetzt läuft die Ausbildung auch wenn ich nicht vor Ort bin.«
(Praxisanleitung aus Bayern, Partner im Modellprojekt QUESAP

»Endlich klappt auch der Wechsel zwischen externem Einsatzort und Ausbildungsträger. Die Praxisanleitungen setzen sich kurz zusammen und stimmen meinen Ausbildungsplan ab.«
(Auszubildende aus Bayern, Partner im Modellprojekt QUESAP)



3. Ausbildungsmethoden

Kompetenzerwerb schrittweise und reflektiert ermöglichen

Praxisanleitungen sollen Lerninhalte im beruflichen Alltag erkennen und die Auszubildenden durch Arbeitsaufträge dabei unterstützen, sich diese Lerninhalte anzueignen. Wie lässt sich das in den Pflegealltag einbinden?

Mit Hilfe von Lernsituationen können Ihre Auszubildenden anhand von typischen beruflichen Handlungssituationen Schlüsselkompetenzen erwerben.

Ausbildungsmethoden

Geplante Anleitungen ermöglichen den Auszubildenden das Erlernen grundlegender pflegerischer Fertigkeiten, die sie dann bei der Bearbeitung von Lernsituationen anwenden können.

Mit Denkaufgaben regen Sie Ihre Auszubildenden zur kontinuierlichen Reflexion ihres Handelns an. Denkaufgaben können von allen Pflegefachkräften ohne spezielle Vorbereitung in Arbeitsroutinen eingebracht werden.

Ein Lerntagebuch kann von den Auszubildenden zur Dokumentation und Reflexion der eigenen Ausbildung selbstständig geführt werden.



4. Beurteilung

Lernerfolge feststellen und Lernchancen erkennen

Das Ausbildungsziel berufliche Handlungskompetenz ist ein komplexes Konstrukt, das nicht beobachtbar und damit auch nicht direkt überprüfbar ist.

Beurteilungsbogen

Nur die Beobachtung von Pflegehandlungen selbst erlaubt Rückschlüsse auf das Vorhandensein beruflicher Kompetenzen von Auszubildenden. Diese Beobachtung sollte systematisch und nachvollziehbar erfolgen, um einen Lernerfolg dokumentieren zu können.

Ein entsprechend aufbereiteter Beurteilungsbogen hilft Ihnen, den Kompetenzerwerb der Auszubildenden in konkreten Pflegehandlungen einzuschätzen. Die Ermittlung des Lernstandes wird damit nachvollziehbarer, objektiver, fairer und erfolgt systematisch. Regelmäßige Reflexionsgespräche von Praxisanleitung und Auszubildenden runden den Beurteilungsprozess ab und erlauben eine gemeinsame Anpassung der Ausbildungsplanung.

Stimmen aus der Praxis

»Die Beurteilung ist transparenter und verlässlicher geworden. Sie wird von den Auszubildenden leichter akzeptiert und lässt sie ihren eigenen Lernstand besser einschätzen. Im gemeinsamen Auswertungsgespräch von Auszubildenden und Praxisanleitungen werden Lücken deutlich und die individuelle Ausbildungsplanung angepasst«.
(Praxisanleitung aus Nordrhein-Westfalen, Partner im Modellprojekt QUESAP)



5. Lernortkooperation

Inhalt und Prozess der Ausbildung abstimmen

Die Ausbildung findet an verschiedenen Lernorten statt, an Ihrer Pflegeeinrichtung, den Altenpflegeschulen und bei weiteren externen Praxispartnern. Eine erfolgreiche gemeinsame Ausbildung erfordert deshalb eine koordinierte Abstimmung zwischen allen Beteiligten, die sich als Partner verstehen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Davon profitieren Ihre Auszubildenden, da ihnen die Verknüpfung von Theorie und Praxis besser gelingt.

Lernortkooperation

Erfahrungen zeigen: Wenn die Kooperationspartner die Erwartungen aneinander deutlich machen und Ihre Ausbildungsprozesse aufeinander abstimmen, gelingt ein reibungsloserer Ausbildungsverlauf.

Klärung der Ziele der Ausbildung insgesamt bzw. der Lernziele des jeweiligen Ausbildungsabschnittes, die Verständigung über Lehr- und Lernmethoden, (gemeinsam entwickelte) Ausbildungsmaterialien und Beurteilungsinstrumente sind hierbei zentrale Qualitätsmerkmale. Im Rahmen der neuen generalistischen Pflegeausbildung wird diesem Qualitätsbaustein durch die größere Vielfalt der Lernorte eine besondere Bedeutung zukommen. Es gilt dann Ausbildungsverbünde zu knüpfen, um der gemeinsamen Verantwortung für eine gute und qualitativ hochwertige Ausbildung gerecht zu werden.

Stimmen aus der Praxis

»Künftig wollen wir Verträge mit allen Einsatzorten der Auszubildenden schließen (auch intern), Ansprechpartner und Zuständigkeiten noch klarer regeln und diese frühzeitig der Altenpflegeschule mitteilen, regelmäßige interne Anleitertreffen installieren und jährliche Leitungstreffen mit der Altenpflegeschule anregen. Außerdem sollen gemeinsam Pflichtkriterien für die Auswahl der künftigen Auszubildenden erarbeitet und abgestimmt werden.«
(Heimleitung im Modellprojekt QUESAP)

»Endlich klappt auch der Wechsel zwischen externem Einsatzort und Ausbildungsträger. Die Praxisanleitungen setzen sich kurz zusammen und stimmen meinen Ausbildungsplan ab.«
(Auszubildende aus Bayern, Partner im Modellprojekt QUESAP)



6. Qualitäts-Check

Qualitätsentwicklung kontinuierlich betreiben

Manchmal geraten Veränderungsprozesse ins Stocken, sei es durch Personalwechsel oder hohen Arbeitsanfall. Damit es Ihnen gelingt, Ihre Ausbildung kontinuierlich weiter zu entwickeln, lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung der Ausbildungsqualität.

Wir haben einen Qualitäts-Check entwickelt, der es Ihnen ermöglicht, angesichts der vielen Qualitätsaspekte den Überblick zu behalten und auszuwählen, welche denn speziell für Ihre Pflegeeinrichtung von besonderer Bedeutung sind.

Qualitäts-Check

Sechs Bereiche werden angeboten, die bei der internen Beurteilung Ihrer Ausbildungsqualität herangezogen werden können. Zu jedem Bereich sind Fragen formuliert, die Ihnen helfen Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Mit einer Checkliste können Sie festlegen, welche Bereiche und Prozesse in Ihrem Betrieb in welchen Abständen überprüft werden sollen. Die Anregungen aus dem Qualitäts-Check lassen sich in bereits existierende Auditverfahren einbinden.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die so gewonnenen Informationen und Ergebnisse zu konkreten Verbesserungsmaßnahmen und neuen Qualitätszielen anregen.

Der Qualitätscheck ist Grundlage der Auditierung für die Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel „Gute Ausbildung – gute Fachkräfte!®“ Ausbildung nach dem QUESAP®Modell.

Stimmen aus der Praxis

»Der Qualitäts-Check hilft uns die Qualitätsentwicklung und -sicherung unserer praktischen Ausbildung auch in Zukunft sicher zu stellen. Bisher war das sehr abhängig von einzelnen Personen, die sich für die Ausbildung eingesetzt haben. Jetzt haben wir die Möglichkeit auch bei einem Wechsel von Praxisanleitungen oder der Pflegedienstleitung weiter voran zu kommen.«
(Pflegedienstleitung aus Nordrhein-Westfalen, Partner im Modellprojekt QUESAP))

QUESAP®Consult unterstützt Sie gerne bei der Entwicklung eines eigenen Ausbildungskonzeptes.
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QUESAP®Service bietet Materialien für die Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes.